Mein Projekt „Hausbau“

Es ist so weit! Ich will ein Haus bauen. Selbstverständlich soll es ein Traumhaus werden – perfekt in allen Hinsichten. Auf jeden Fall stelle ich es mir so vor. Allerding ist mir schnell klar geworden, dass der Weg zu einem idealen Eigenheim sehr steinig sein kann. Deswegen habe ich diesen Blog erstellt, um meine Erfahrungen beim Hausbau mit Euch zu teilen. Ich versuche auf alle wichtigen Themen, die angehenden Hausherren beschäftigen und viele Nerven kosten, einzugehen.

Selbstverständlich freue ich mich über Kritik, Anregungen und Kommentare. Letztendlich hat jeder eigene Erfahrungen – mal positive, mal negative – beim Hausbau gesammelt. Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen.

  1. Welches Haus passt zu mir?
  2. Bauunternehmen: Wie treffe ich die richtige Auswahl?
  3. Ausbau – Holzfenster, Kunstofffenster oder Alufenster
  4. Terrassengestaltung
  5. Der Garten
  6. Mit der Hilfe von Epoxidharz, Risse im Untergrund beseitigen
Hausbau mein Weg zum Eigentum

Der Weg zum Eigenheim kann „steinig“ sein (c) iStock.com / kunertus

1. Welches Haus passt zu mir?

 

Hausbau Haustypen

Wie soll mein Trauhaus aussehen? (c) iStock.com / gwycech

Diese Frage habe ich mir als erstes gestellt. Das Haus soll nicht nur meinem Geschmack entsprechen, sondern auch genug Platz für eine noch-nicht-vorhandene Familie bieten. Denn wenn ich ein Haus baue, dann will ich mein ganzes Leben darin verbringen!

Nachdem ich die finanzielle Basis für mein Bauprojekt geschaffen habe, worauf ich nicht weiter eingehen werde, setzte ich mich mit den Haustypen und dessen Vor- und Nachteilen auseinander. Im Grunde schwankte ich mich zwischen einem Fertig- und einem Massivhaus. Vor allem die Kosten vom Massivhaus haben mir zu denken gegeben. Deswegen habe ich eine Liste mit Vor- und Nachteilen der beiden Haustypen angefertigt. Hier sind die wichtigsten bzw. schwerwiegenden Punkte aus meiner Liste präsentiert:

Fertighaus

Fertighaus – wird vom jeweiligen Bauunternehmen in einzelnen Teilen angeliefert und vom Montage-Team innerhalb kürzester Zeit nach dem Prinzip des Baukastensystems zusammengesetzt.

Vorteile:

  • schnell errichtet
  • günstig
  • weniger Fehler in der Bauphase durch vorgefertigte Produktion

Nachteile:

  • beschränkte Gestaltungsmöglichkeiten
  • hellhörig
  • Probleme bei Luftdichtheit und Brandschutz
  • geringerer Nutzungsdauer

Massivhaus

Massivhaus – wird Stein auf Stein gebaut. Wände und Decken erfüllen dabei die statisch tragende Funktion

Vorteile:

  • individuelle Planung
  • gute Trittschaleigenschaften
  • wertbeständig und langlebig
  • besteht zum großen Teil aus natürlichen Produkten

Nachteile:

  • lange Bauzeit
  • kostspielig

Nach dem Abwägen von Pros und Kontras, habe ich mich doch für die massive Bauweise entschieden, obwohl diese mit einem hohen Zeitaufwand und deutlich hohen finanziellen Ausgaben verbunden ist. Denn die Langlebigkeit und der Wert des Hauses stehen bei mir auf der ersten Stelle. Die Entscheidung ist gefallen! Dann stand ich plötzlich vor einem weiteren Problem: Welche Hausvariante passt zu mir und meiner Lebenssituation? Freistehendes Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte, Bungalow oder eine Stadtvilla? Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über verschiedene Haustypen.

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2. Bauunternehmen: Wie treffe ich die richtige Auswahl?

 

Hausbau Baufirmen Wahl

Baufima auswählen – keine leichte Entscheidung (c) iStock.com / aycatcher

Nach langen Überlegungen habe ich mich für ein freistehendes Einfamilienhaus entschieden und somit musste eine neue Herausforderung gemeistert werden. Die Suche nach einem vertrauenswürdigen Bauunternehmen begann. Ich wusste, dass diese Entscheidung enorme Auswirkungen auf mein Leben haben kann. Deswegen war es für mich keine leichte und schnelle Entscheidung. Aber eins nach dem anderen.

Wie viele Bauinteressenten begab ich mich als erstes auf der Suche nach einem Bauunternehmen im Netz. Die Auswahl ist überwältigend. Als Bauwillige will man hier keinen Fehler machen – daher habe ich jeden Bauträger ganz genau unter die Lupe genommen. Nach einer Weile hatte ich zwei Bauunternehmen in engerer Auswahl: GSE Haus und Viebrockhaus.

GSE Haus hat mich mit seinem schönen Webauftritt auf den ersten Blick überzeugt: Ich konnte alle wichtigen Informationen zu angebotenen Haustypen, Leistungen und Co. schnell finden. Das Bauunternehmen wirbt ebenso mit ökologischem und barrierefreien Bauen – diese zwei Punkte tragen im Besonderen zu der Attraktivität des Bauunternehmens bei. Der einzige Haken an der Sache war, dass das Büro des Bauunternehmens sich weit weg von unserem Wohnort befand. Ich wollte aber einen Ansprechpartner vor Ort haben. Da ich aus dem Norden komme, fand ich das Beratungs- und Informationsangebot von Viebrockhaus für mich ideal. Hier ist mehr zu meiner Viebrockhaus Erfahrung.

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3. Ausbau – Holzfenster, Kunstofffenster oder Alufenster

 

Hausbau Holzfenster

Richtige Fensterauswahl sorgt für angenehmes Ambiente (c) iStock.com / tiero

Nachdem der Rohbau nun fertig ist, muss ich mir Gedanken über den Ausbau machen. An erster Stelle steht hier die Fensterauswahl. Während Kunstofffenster mit leichter Pflege, günstigen Anschaffungskosten und einer guten Wärmedämmung punkten, bestechen Holzfenster durch ihre Optik, die dem Haus eine gewisse Eleganz und Gemütlichkeit verleihen. Der Pflegeaufwand für ein Holzfenster ist jedoch deutlich höher. Kunstofffenster hingegen strahlen keine Gemütlichkeit aus. Sie geben einem das Gefühl sich in einem Krankenhaus oder anderen öffentlichen Gebäuden aufzuhalten. Viele Kunstofffenster belasten bei Abriss des Hauses die Umwelt. Aber es gibt auch Fensteranbieter bei denen man umweltfreundliche Kunststofffenster erwerben kann. Diese Fenster werden aus umweltfreundlichem Kunstoff gefertigt und sind zu hundert Prozent recycelbar.

Holzfenster müssen regelmäßig neu gestrichen werden um witterungsbedingte Schäden zu vermeiden. Bei Bedarf können Holzfenster in verschiedenen Farben gestrichen werden um so dem Haus zu einer neuen Atmosphäre zu verhelfen. Als drittes Fenstermaterial ist das Alufenster zu nennen. Diese sind langlebig und stabil haben jedoch auch hohe Anschaffungskosten. Um die positiven Attribute der Materialien Holz und Alu zu verbinden, bieten Hersteller wie rekord, Holz Alu Fenster an.

Ich habe mich trotz der hohen Kosten für die Kombination aus Holz und Alu entschieden, da sich langfristig die hohen Anschaffungskosten amortisieren.
In jeder großen Stadt gibt es Anbieter für Türen und Fenster. Auf Grund meines Wohnsitzes habe ich die Fenster in Hannover erworben.

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4. Terrassengestaltung

 

Hausbau Terrassentgestaltung

Ein Haus ohne Terrasse ist nur halb so schön / iStock.com / Horsche

Die Terrassengestaltung ist für mich ein weiterer wichtiger Aspekt des Hausbaus, da ich wie so viele andere, Sommerabende mit meiner Familie gerne auf der Terrasse verbringe. Man sollte schon frühzeitig die Terassengestaltung in die Bauplanung mit aufnehmen, denn Elektroanschlüsse und Beleuchtung etc. dürfen im Bauprozess nicht vergessen werden. Die Terrasse fungiert als Bindeglied zwischen Haus und Garten und steigert mit vorausschauender Planung, den Nutzwert des Gartens.

Je nach Größe der Familie sollte die Terrassengestaltung auch dahingehend geplant und umgesetzt werden, um genügend Platz für die ganze Familie und Freunde zu gewährleisten. Ich habe die Terrasse nach der Faustregel, das die Terrasse nicht kleiner als das Wohnzimmer sein darf, gestaltet.

Für mich war es wichtig das die Terrasse nicht nur an das Wohnzimmer sondern auch an die Küche angeschlossen ist. So werden Grillabende auf der Terrasse angenehmer für den Gastgeber.

Um sich wirklich wohl zu fühlen, sollte jeder die Terrassengestaltung individuell nach dem eigenen Geschmack gestalten. Es gibt verschiedene dekorative Effekte für das passende Flair. Asien-Fans können mit der Bepflanzung von Bambus, der Terrasse einen asiatischen Flair verleihen. Wer eher auf einen mediterranen Flair steht, kann dieses durch eine Wein umrankte Terrasse erzeugen. Es bieten sich einheitliche Materialen für das Haus, der Terrasse und den Wegbelegen an, um eine Einheit zwischen Haus und Terrasse zu erschaffen.

Bei der Auswahl vom Material für die Terrassengestaltung sollten ästhetische, praktische und wirtschaftliche Aspekte beachtet werden.

Bei der Auswahl und dem Platzieren der Materialien für die Terrassenfläche entschied ich mich für Terrassenplatten aus Beton, welche ich in die Rasenflächen verschmelzen ließ um so einen angenehmeren Flair zu erzeugen. Im Gegensatz zu Natursteinpflaster haben Betonterrassenplatten eine einheitliche Abmessung, was bei der Platzierung von Vorteil ist und welche zudem noch günstiger sind. Durch die Kombination von Terrassenplatten mit anderen Materialien wie z.B. Holz können weitere dekorative Effekte entstehen.

Damit man auf der Terrasse die Sonne auch in vollen Zügen genießen kann, sollte die Terrasse immer nach Süden oder Westen angelegt werden.

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5. Der Garten

Hausbau der Garten

Bei der Bauplanung soll auch um den Garten gekümmert werden (c) iStock.com / irina88w

Ich muss zugeben, dass sich von Anfang an eher meine Freundin um den Garten und alle Angelegenheiten rundum Blumen und Pflanzen kümmerte…

Da wir beide inzwischen für unseren Garten zuständig und auf ihn sehr stolz sind, möchte ich hierzu also auch einen kurzen Absatz schreiben. Zwar berührt er das Thema Hausbau nur am Rande, doch was ist schon das schönste Haus ohne einen Garten? Dazu kommt, dass ich hier ein paar Tipps zur Gartengestaltung und Gartenbeleuchtung gesammelt habe, die ich auch gerne teilen würde.


Gartengestaltung – zunächst sollte man ein wenig planen:


Ideen zur Gartengestaltung sammeln

Hier muss man sich als erstes die Frage stellen, was für eine Gartengröße zur Verfügung steht. Und erst dann sollte man es sich genau überlegen, wie der eigene Garten aussehen soll. In unserem Fall hatten wir einen recht kleinen Garten (circa 30 Quadratmeter), meine Freundin ließ sich aber nicht davon abbringen, einen “Themengarten” haben zu wollen. Sie wollte den Garten entweder mediterran einrichten oder einen romantischen Rosengarten gestalten. Letztlich fiel unsere Entscheidung auf den Rosengarten. Bei unseren Recherchen sind wir aber auch auf die folgenden Gartenideen gestoßen, die uns ebenso interessant vorkamen:

  • Garten im japanischen Stil
  • Garten im modernen, nüchternen Stil mit klaren Linien
  • formaler Garten im englischen Stil
  • praktischer Garten mit Kräuterbeeten und Co.

Werkzeug und Zubehör: Der große Einkauf!

Wer sich für einen Stil entschieden hat, sollte sich um das passende Werkzeug kümmern. In unserem Fall war der große Einkauf beim nächstgelegenen Baumarkt geplant. Wir brauchten:

  • Gartenerde
  • Rasen
  • Rosen

… und, nicht zu vergessen, entsprechende Gartenutensilien wie:

  • Schaufel
  • Vertikutierer
  • Rasenmäher
  • Gartenschere
  • Harke
  • Rankhilfen für die Kletterrosen usw.

Auch die Pflanzen lassen sich bei einem Gartencenter besorgen. Am besten fängt man mit der Gartenvorbereitung schon bei milden Temperaturen im Winter oder im Frühjahr an. Beim Pflanzen-Aussaat und Anzucht muss man natürlich auf den richtigen Zeitpunkt achten.

Die Umsetzung der Gartenidee: Einpflanzen und Einrichten

Je nachdem, was man für Pflanzen kauft, sollte man entsprechende Gartenerde aufbereiten. Es gibt sogar PH-Teststreifen, um die Bodenbeschaffenheit zu überprüfen. Unsere Rosen beispielsweise mögen einen eher lehmigen, sandigen Boden. Wir haben Pflanzbeete für die Rosen eingerichtet (einige Stammrosen direkt in der Rasenfläche und an der Wand ranken nun Kletterrosen). Der Rest ist mit üblichem Gartenrasen bepflanzt.

Gartendeko und Außenbeleuchtung

Um die Gartendekoration wollte sich meine Freundin kümmern. Allerdings sollte ich als Mann die Einrichtung der Outdoor-Beleuchtung übernehmen. So detailverliebt wie ich bin, habe ich mich mit dieser Frage ausführlich auseinander gesetzt. Um mehr zu erfahren, lesen Sie meinen Beitrag zum Thema Außenleuchten für Garten.

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6. Mit der Hilfe von Epoxidharz, Risse im Untergrund beseitigen

 

Hausbau Epoxidharz

Bevor man Fliesen legt, sollten die Risse des Untergrunds mit Epoxidharz verschlossen werden (c) iStock.com / lightkeeper

Risse im Untergrund sind keine Ausnahme. Direkt nach dem Einbringen von Fließestrich entstehen immer wieder Risse die sich bei nicht verschließen negativ auf den Oberbelag auswirken. Deshalb ist es von außerordentlicher Wichtigkeit die Risse vor dem Verlegen des Oberbelags zu verschließen. Durch die Spannungen im Untergrund können sonst z.B. Fliesen beschädigt werden. Um die Risse im Estrichmörtel zu verschließen, sollte man statt Fliesen- oder Parketkleber, Epoxidharz aus 2 Komponenten nutzen.

Bei der Verarbeitung vom Epoxidharz muss man schnell vorgehen, denn je nach Härterzugabe muss das Gießharz binnen 10-20 Minuten eingearbeitet werden. Ist das Epoxidharz erst einmal ausgehärtet, bildet es eine sehr glatte Oberfläche, auf der Spachtelmasse oder Kleber schwer halt findet. Daher sollte vor der Aushärtung das Epoxidharz mit Quarzsand bestreut werden, um eine bessere Haftung zu garantieren. Sollten Risse besonders breit sein, kann man Estrich-Sanierklammern einsetzen. Nach dem Ausgießen mit Epoxidharz können die Klammern quer zum Riss in einen ausgefrästen Schlitz gedrückt werden. (Quelle: www.relicon-elektro.de)

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